Arten- und Biotopschutz

Um die einzigartige Natur am Schaalsee zu erhalten, betreiben wir aktiven Arten- und Biotopschutz.

Der Förderverein beteiligte sich 2010 an der Renaturierung an einem ca. 3,5 km langen Abschnitt der Schilde zwischen Badow und Woez im UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee. Es ist eine geschwungene Linienführung mit 16 Gewässerschlingen in Anlehnung an den historischen Gewässerlauf mit einer Laufverlängerung von insgesamt etwa 300 m gebaut worden. Entlang des neuen Gewässerlaufs wurde ein 15 m breiter Randstreifen (Pufferzone) angelegt, der zum Teil bepflanzt wurde. Des Weiteren wurden zur Renaturierung der Schilde in dem Bereich oberhalb der Fischaufstiegsanlage Woez Abflachungen des Ufers mit dem Ziel umgesetzt, amphibische Zonen zu schaffen. Darüber hinaus wurde ein Kleingewässer benachbart zum alten Schildelauf angelegt. Der alte Schildelauf wurde teilweise verfüllt, teilweise bestehen aber auch offene Wasserflächen, die über die Jahre verlanden können. Das Projekt wurde von der Biosphärenreservatsverwaltung fachlich gemanagt und durch die Europäische Union sowie aus dem Landeshaushalt Mecklenburg-Vorpommern finanziert.

Der Förderverein stellte 2007 mit Mitarbeitern der Biosphärenreservatsverwaltung ein Insektenhotel in Dechow auf. Zuvor hatten Kinder aus dem KinderFerienSpaß-Biosphäre die Schubladen des Hotels mit speziellem Naturmaterialien gefüllt. Grabwespen, Florfliegen, Wildbienen und viele andere Insekten können nun hier ihren Nachwuchs heranziehen.

Seit 2006 beteiligte sich der Förderverein am Gesamtprojekt der Biosphärenreservatsverwaltung "Fliessgewässerrenaturierung der Schilde" im Bereich Döbbersen. Der erste Bauabschnitt in einer Länge von 600 m ist bereits fertig. Dazu hat auch eine Pflanzaktion der Vereinsmitglieder, der Biosphärenreservatsverwaltung und der Freiwilligen Feuerwehr Döbbersen im November beigetragen. Die Umweltstiftung der Hamburgischen Electricitäts-Werke fördert das Projekt weiterhin. Näheres dazu hier.

Der Umbau ausgedienter Trafo-Häuschen in Röggelin und Utecht in Artenschutzstationen wurde im Jahr 2006  abgeschlossen. Jetzt finden dort Schleiereulen, Mehlschwalben, Turmfalken, Fledermäuse und Insekten Unterschlupf. "Herberge für Tiere" ist ein Projekt, dass der Förderverein zusammen mit der ARGE Grevesmühlen, den Gemeinden und der Biosphärenreservatsverwaltung umsetzt. Der Energieversorger WEMAG hatte die Stromhäuschen an die oben genannten Gemeinden abgetreten. Zahlreiche Privatspender und die Hanseatische Natur- und Umweltinitiative e.V. aus Hamburg unterstützten das Vorhaben "Herberge für Tiere".

Im Jahr 2004 pflanzten 20 Mitglieder des Vereins mit den Rangern der Biosphärenreservatsverwaltung bei Hakendorf auf einem Areal von ca. einem Hektar des Zweckverbandes "Schaalsee-Landschaft" Stieleichen, Erlen, Schwarz- und Weißdorn. Die Pflanzen wurden von der Biosphärenreservatsverwaltung zur Verfügung gestellt.

Die Renaturierung eines Solls zwischen Bantin und Boissow in einer Größe von 1.700 m2 wurde im Jahr 2003 abgeschlossen. Damit konnte hier die zunehmende Verlandung verhindert werden. Ein Soll ist eine durch Eiszeitablagerungen entstandene Wassersenke. Inzwischen haben sich dort die ersten Rotbauchunken angesiedelt.

Im Jahr 2001 realisierte der Förderverein ein Projekt zur Wiederansiedlung für Uferschwalben in einer stillgelegten Kiesgrube bei Dechow. Durch den Einsatz einer Firma mit entsprechender Baggertechnik wurde eine Steilwand errichtet und damit Brutmöglichkeiten für die Vögel geschaffen.

Zu seinem 10-jährigen Jubiläum im Jahr 2000 legte der Förderverein einen Jahresbaumgarten auf der Denkmalsanlage Uhlenhof in Thandorf an. 22 Bäume stehen bereits und werden alljährlich durch den aktuellen Jahresbaum vervollständigt. Im gleichen Jahr fand die Pflanzaktion einer Apfelbaumwiese mit 4-bis 6-jährigen Kindern aus der Region in Bantin statt. Die 2 Pflanzreihen alter regionaltypischer Sorten sind durch eine Sitzbankgruppe und eine Infotafel ergänzt worden.

1999 pflanzten Fördervereinsmitglieder zusammen mit der Naturwacht des Schutzgebietes am Röggeliner See eine 450 m lange und 7 m breite Hecke als Beitrag zur Biotoperhaltung und zur Förderung der regionaltypischen Landschaftsstruktur. Unterstützt wurde das Projekt durch die Hanseatische Natur- und Umweltinitiative aus Hamburg.

1998 realisierten wir den Bau eines Wasserrückhaltebeckens als Weiher im Verbindungsgraben zwischen dem Lankower und dem Mechower See. Es dient der Verbesserung der natürlichen Wasserregulierung in dem sich anschließenden Erlenbruch. Wir danken der Aktion Naturhilfe e.V. Mölln für die finanzielle Unterstützung.

Weitere Informationen erhalten Sie in unserem Büro. Wir freuen uns, wenn Sie uns unterstützen möchten. Spenden und tatkräftige Unterstützung sind jederzeit willkommen.

 

 

 

 

Insektenhotel in Dechow

Neue Linienführung der Schilde zwischen Badow und Woez


 

 

 

 

Insektenhotel in Dechow
Insektenhotel in Dechow


Schilderenaturierung
Renaturierung des Flusses Schilde


Herberge für Tiere
neue Herberge für Fledermaus, Schleiereule, Turmfalken und Schwalben

 

 

 

 
Rotbauchunken
Rotbauchunke in renaturiertem Soll


Pflanzung Schwarzkiefer in Thandorf

Pflanzung Vogel-Kirsche im Jahresbaumgarten auf der Denkmalsanlage Uhlenhof